Renovierungen


Erneuerungsarbeiten am Nébout seit 1983

Erster Abschnitt: August 1983 bis 1989

Die Familie mit ihren drei kleinen Kindern zwischen 2 und 6 Jahren bezog das überdimensionale Gebäude (1200 m²), das aber über keinerlei Ausstattung verfügte; mit einer Ausnahme: ein Wasserhahn in der Küche.

Es bestand also eine dringende Notwendigkeit, ein Minimum an zumindest spartanischen Anschlüssen zu installieren: ein eigenes Abwassersystem, ein Bad und WC – dies wurde im Erdgeschoss nordseitig geschaffen.

Die Küche des Hofes wurde zunächst in ihrem Zustand belassen und die drei Kinder in Zimmern im ersten Stock untergebracht. Deren abgewohnter Zustand machte bald eine Renovierung zwingend notwendig. Wir entdeckten den ursprünglichen alten Saal aus dem 18.Jh mit seinem monumentalen Kamin beim Einriss der Gipstrennwände der Kinderzimmer! Diese unerwartete Entdeckung machte natürlich all unsere ursprünglichen Pläne zunichte und in der Folge musste der nördliche Dachspeicher zu zwei Kinderzimmern ausgebaut werden. Dann beschlossen wir auch die Küche in diesen großen Wohnraum im ersten Stock zu transferieren. Ihre doch sehr notdürftige Ausstattung existiert noch heute.

Zweiter Abschnitt: 1989 bis 1994

Die immer schwieriger werdenden ökonomischen Rahmenbedingungen der Landwirtschaft führten zur Suche nach einer Nebenerwerbstätigkeit: Die Entscheidung, die Nebengebäude des Hofes (Ställe, Werkstätte …) zu einem Trakt mit 5 Ferienwohnungen auszubauen, entstand aus diesen Überlegungen und Notwendigkeiten. Die Arbeiten begannen im Jahr 1989 und zogen sich bis 1993.

Das ursprüngliche Gebäude hatte eine ästhetische Form, die typisch für die ländlichen Gebiete um Toulouse ist, aber seine Baustruktur war von minderwertiger Qualität. Es war also notwendig, die Wohnungen komplett neu in das von den alten Bauten vorgegebene Volumen zu bauen; der vorgesehene Verwendungszweck zwang zum Ausbau von Fenster- und Türöffnungen, ohne die alte Harmonie des Gebäudes zu verlieren. Die Verwendung von alten Baumaterialien hat entscheidend dazu beigetragen, dass es zu keinem nennenswerten Stilbruch kam.

In der Wohnung CUGNAUX und PIBRAC werden die Kamine von alten Balken getragen, die aus dem Futtertrog der Rinder stammen. Auch die Trägerbalken des ersten Stocks haben diesen Ursprung. In der Wohnung TOURNEFEUILLE wurde der alte Kamin erhalten, ehemals Kochstelle für die geschlachteten Schweine.

Alle Wohnungen wurden im Jahr 2006 noch einmal renoviert (Anstriche und Tapeten, Teppichböden, Badezimmerausstattungen) und der Carport wurde 2008 gebaut.

Dritter Abschnitt: 2007 bis heute

Eine lange ökonomisch schwierige Periode machte es zwischen 1994 und 2007 unmöglich irgendwelche baulichen Initiativen zu setzen. Einzige gute Nachricht dieser Jahre: Bau des öffentlichen Abwasserkanals 1995 bis zum Nébout.

Seit 2007 fanden die Bauarbeiten ihre Fortsetzung im Hauptflügel des Gebäudes. Dieses sollte nach Süden geöffnet werden, wo es durch zwei nur wenig genutzte Dachspeicher von immerhin 180 m² verschlossen war.

Die Anhebung des alten Schrägdaches ließ ein großes neues Volumen entstehen. Große Öffnungen in den Ost- und Westfassaden führten zu einer Lichtdurchflutung der Innenräume, die jetzt sehr viel wohnlicher und einladender sind.

Die Tatsache, dass einer der Söhne eine Zimmereifirma betreibt, die SCOP-SARL de Charpente „La Tournée du Coq », war natürlich ein entscheidender Faktor, der diese umfangreichen Arbeiten möglich gemacht hat.

http://www.latourneeducoq.com

Im Zuge der Arbeiten wurden auch zwei neue Wohnungen ausgebaut, die das Angebot der fünf existierenden Ferienwohnungen komplettieren.

Der Ausbau einer noch beträchtlichen Fläche steht uns noch bevor.